Für Wasser im Keller kann es vielfältige Gründe geben:

1. Das relativ saubere Grundwasser. Es wird durch die Ritzen in Mauern und Fundament oder Kabel- und Rohrdurchbrüche gedrückt und kann feinen Sand mitführen. Grundwassereinbrüche werden durch langanhaltenden Regen sowie einem hohen Grundwasserspiegel begünstigt.

2. Das direkte Oberflächenwasser, z. B. beim Übertreten von Wasserläufen oder nach ergiebigen Regenfällen. Es dringt durch Kasematten, Kellerfenster und Ritzen im Mauerwerk in den Keller ein und führt ggf. Schwebteile wie Sand, Blätter, Müll oder auch Ölrückstände mit.

3. Rückstau aus überlasteter Kanalisation. Hierbei wird das Schmutzwasser und andere Stoffe durch das Abwasserrohrleitungsnetz in ihr Haus gedrückt.

4. Wasser aus gebrochenen Rohrleitungen.

Sie können den Schaden jedoch begrenzen und einige Maßnahmen zu Ihrem eigenen Schutz ergreifen:

Prüfen Sie die Geländestruktur um Ihr Gebäude. Vor allem in Gewässernähe und in Senken können Sie bei langanhaltenden Regenfällen mit Hochwasser rechnen. Leiten Sie ggf. bauliche Maßnahmen ein wie: Kasematten abdichten oder höher legen, Türen, Fenster und Wanddurchbrüche abdichten, Gefälle vom Haus weglegen, Drainage legen, Abläufe einbauen, Rinnen, Wälle errichten, etc. Häufig sind Grundstücke auch zu "versiegelt". Geben Sie Regenwasser die Möglichkeit abzulaufen oder zu versickern. Für gefährdete Kellerfenster können Sie sich eine ausreichende Anzahl von Sandsäcken und Dichtmaterial in der Garage bereitlegen.

Reinigen Sie Ihre Dachrinnen und Drainage-Systeme. Diese werden z.B. durch Herbstlaub immer wieder verstopft. Ein Abfließen des Oberflächenwassers wird durch die regelmäßige Reinigung erleichtert. Halten Sie den (städtischen) Straßengulli vor Ihrem Haus sauber.

Prüfen Sie Ihre tiefliegenden Räume im Innenbereich auf undichte Stellen. Wasser kommt häufig durch unzureichend abgedichtete Kabel- und Rohrdurchführungen im Mauerwerk. Auch Kellerfenster lassen sich oft noch besser abdichten. Leider werden undichte Stellen oft erst entdeckt, wenn Wasser eindringt. Markieren Sie diese Stellen mit wasserfester Farbe. Erkundigen Sie sich beim Baufachmann über Sanierungsmaßnahmen, wenn Sie Risse im Boden oder im Mauerwerk erkennen.

Wenn Sie in einem gefährdeten Bereich wohnen, könnte sich die Investition in eine Tauchpumpe lohnen. Bei eventuellen Wasserschäden können Sie sich frühzeitig selbst helfen und ein Steigen des Wassers im Keller verhindern. Setzen Sie die Pumpe immer im tiefsten Bereich Ihres Kellers ein, am besten im Saugschacht (Pumpensumpf), sofern dieser vorhanden ist. Lassen Sie sich vor dem Kauf einer Pumpe von Ihrem Installateur beraten, da es in puncto Bauart, Funktionsweise, Förderleistung und Qualität erhebliche Unterschiede gibt.

Achtung! Das Wasser in Ihrem Keller kann unter Strom stehen. Betreten Sie auf keinen Fall den Keller, wenn das Wasser höher als 20 cm steht. Beschriften Sie die Sicherungen des Kellerbereiches, damit im Schadenfall der Strom schnell abgeschaltet werden kann. Vorsicht, denn Heizung, Waschmaschinen und andere Großverbraucher sind in der Regel über eigene Stromkreise abgesichert.

Kennzeichnen Sie Absperrhähne von Gas und Wasser in Ihrem Haus.

Wenn Sie Heizöltanks haben, halten Sie Ihre Sicherheitswanne frei und sauber. Die Tanks können bei Wassereinbruch aufschwimmen und auslaufen.

Passen Sie Ihre Einrichtung im Keller an, wenn Sie in einem gefährdeten Bereich wohnen. Holzverschalungen und Teppiche saugen sich rasch mit Wasser voll und fördern Schimmelbefall. Möbel können oft auf Beine aufgesetzt werden. Lagern Sie in Ihrem Keller Wertsachen und wichtige Unterlagen nicht in tieferen Bereichen. Gasflaschen und andere gefährliche Stoffe gehören auf keinen Fall in den Keller!

Fragen Sie Ihren Ansprechpartner bei der Versicherung, ob Sie auch bei Wasserschäden ausreichend abgesichert sind. Eventuell können Sie eine Vergünstigung erreichen, wenn Sie Vorsorgemaßnahmen treffen.

Sollten Sie im Schadensfall mit der Behebung überfordert sein, kann Ihnen die Feuerwehr helfen, wenn kein gewerbliches Unternehmen erreichbar ist. Rufen Sie den Feuerwehr-Notruf 122.

>Wir helfen Ihnen gern, beachten Sie jedoch, dass wir mit unseren feuerwehrtechnischen Gerätschaften erst bei einer Wassersäule ab 10cm tätig werden können.

Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Feuerwehr bei der Häufung von Einsätzen erst mit Verzögerung helfen kann. Wir helfen Ihnen jederzeit, aber auch die Feuerwehr kann nur im Rahmen des möglichen helfen.